ELONIQ / ELONIQ Handbuch
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ELONIQ Plattform

Modulare Integrationsplattform für DMS

ELONIQ ist eine modulare Integrationsplattform für Dokumentenmanagementsysteme. Sie verbindet DMS-Systeme wie ELO oder SharePoint mit Geschäftsanwendungen und automatisiert Dokumentenprozesse — vom Import über die Klassifikation bis zum Export.

Übersicht

ELONIQ ist eine Integrationsplattform, die als Windows-Dienst oder Linux-Service läuft. Sie bietet zwei Weboberflächen, eine modulare Architektur und umfangreiche Integrationsmöglichkeiten.

Was kann ELONIQ?
  • Dokumente importieren — Aus Dateisystemen, E-Mail-Postfächern oder CSV-Dateien automatisch nach ELO oder SharePoint übernehmen.
  • Dokumente exportieren — Aus dem DMS heraus auf das Dateisystem oder per Webhook an Drittsysteme liefern.
  • Dokumente verarbeiten — Automatische Klassifikation (KI), Barcode-Erkennung, Dateikonvertierung und Metadaten-Anreicherung.
  • Prozesse automatisieren — Automation Chains verknüpfen mehrere Schritte zu kompletten Workflows.
  • Systeme integrieren — DATEV-Buchungsvorschläge, Dynamics-Synchronisation, TANSS-Ticketing und mehr.
  • Infrastruktur bereitstellen — SMTP-Relay, Dateisynchronisation und Reverse-Proxy als eingebaute Komponenten.
AdminUI vs. UserUI
AdminUI (Port 8080)UserUI (Port 8081)
ZielgruppeSystemadministratorenEndbenutzer
ZugriffNur für AdminsAlle authentifizierten Benutzer
FunktionenModulkonfiguration, Benutzerverwaltung, Logs, Datenbanken, Integrationen, Komponenten, HandbuchDashboard, Dokumentensuche, Upload, Workflow-Inbox, Aufgaben, FAQ, Hilfe
KonfigurationVollständig — alle Module und EinstellungenNur Benutzerprofil und Einstellungen
MonitoringLogs, Health-Checks, Modul-StatusEigene Aufgaben und Benachrichtigungen

Das AdminUI ist die zentrale Verwaltungsoberfläche. Hier konfigurieren Administratoren Module, verwalten Benutzer, überwachen Logs und steuern Integrationen.

Das UserUI ist die Oberfläche für Endbenutzer. Es bietet ein Dashboard mit Aufgaben, eine Dokumentensuche, Upload-Funktionalität und eine Workflow-Inbox — ohne Zugriff auf administrative Funktionen.

Logs

ELONIQ protokolliert alle Aktivitäten in einer rotierenden Log-Datei (application.log). Über das Log-Center im AdminUI sind folgende Logs verfügbar:

  • Systemlog — Alle Plattform-Meldungen (Start, Modul-Aktivierung, Fehler)
  • Auditlog — Sicherheitsrelevante Aktionen (Login, Konfigurationsänderungen)
  • Modullog — Aktivitäten pro Modul (Import-Jobs, Export-Ergebnisse usw.)
  • Servicelog — Komponentenstatus (SMTP-Proxy, OmniSync usw.)

Log-Level kann in config.yml eingestellt werden: trace, debug, info, warn, error. Standard ist info.

Funktionen

  • Modulare Architektur — Über 20 unabhängige Module, die einzeln aktiviert und konfiguriert werden können. Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst.
  • Zwei Benutzeroberflächen — AdminUI für Systemverwaltung und UserUI für Endbenutzer mit jeweils eigenem Port und Berechtigungsmodell.
  • Multi-DMS-Unterstützung — Anbindung an verschiedene Dokumentenmanagementsysteme (ELO, SharePoint) über dedizierte Connector-Module.
  • Automatisierung — Automation Chains, Policies und zeitgesteuerte Jobs für die automatische Dokumentenverarbeitung.
  • Multi-Kanal-Benachrichtigungen — E-Mail, Discord, Teams, Slack, Telegram und Browser-Push über das zentrale Messaging-System.
  • Integrationen — Anbindung an DATEV, Microsoft Dynamics, TANSS und Centron für durchgängige Geschäftsprozesse.
  • Infrastruktur-Komponenten — SMTP-Proxy, Dateisynchronisation (OmniSync), Reverse-Proxy (SecureProxy) als integrierte Dienste.
  • REST-API — Versionierte API (v1) für programmatischen Zugriff auf alle Funktionen.
  • Echtzeit-Updates — Server-Sent Events (SSE) für Live-Benachrichtigungen, Log-Streaming und Statusaktualisierungen.
  • Mehrsprachigkeit — Vollständige i18n-Unterstützung in Deutsch, Englisch und Französisch.
  • Dokumentenverarbeitung — Import, Export, Klassifikation, Barcode-Erkennung, Dateikonvertierung und PDF-Verarbeitung.
  • Sicherheit — TLS/HTTPS, CSRF-Schutz, Session-Management, API-Token-Verwaltung und rollenbasierte Zugriffskontrolle.
  • Monitoring — Health-Checks, Status-Überwachung, Log-Rotation, Backup-Management und Sentry-Integration.

Verwendung

  1. Installation — ELONIQ als Windows-Dienst oder Linux-Service installieren. Die Konfigurationsdatei config.yml wird beim ersten Start erstellt.
  2. Grundkonfiguration — In config.yml den Instanznamen, Lizenzschlüssel und Webserver-Ports festlegen.
  3. AdminUI öffnen — Im Browser http://localhost:8080 aufrufen. Beim ersten Zugriff wird ein Admin-Benutzer angelegt.
  4. DMS-Anbindung einrichten — Unter Konfiguration das gewünschte DMS-Connector-Modul (ELO Base, SharePoint Base) aktivieren und konfigurieren.
  5. Module aktivieren — Unter Konfiguration > Module die gewünschten Funktionsmodule (Importer, Exporter, Classifier usw.) aktivieren.
  6. Integrationen einrichten — Bei Bedarf DATEV, TANSS, Dynamics oder Centron unter Integrationen konfigurieren.
  7. Komponenten einrichten — Bei Bedarf SMTP-Proxy, OmniSync oder SecureProxy unter Komponenten konfigurieren.
  8. UserUI aktivieren — Für Endbenutzer das UserUI auf Port 8081 freigeben und Benutzerkonten anlegen.
  9. Monitoring einrichten — Log-Watcher, Status-Monitoring und Backup-Jobs für den laufenden Betrieb konfigurieren.

Best Practices

  • Dedizierte Servicekonten — Verwenden Sie für jede DMS-Anbindung (ELO, SharePoint) einen eigenen Servicebenutzer. Niemals persönliche Konten nutzen.
  • TLS aktivieren — Aktivieren Sie HTTPS für AdminUI und UserUI in der Produktionsumgebung, insbesondere wenn Zugriff über das Netzwerk erfolgt.
  • Regelmäßige Backups — Sichern Sie die ConfigStore-Datenbank und Konfigurationsdateien regelmäßig über das Backup-Modul.
  • Logs überwachen — Prüfen Sie das Log-Center regelmäßig auf Fehler und Warnungen. Konfigurieren Sie das Log-Level auf info für Produktion.
  • Module gezielt aktivieren — Aktivieren Sie nur die Module, die tatsächlich benötigt werden. Weniger aktive Module bedeuten weniger Ressourcenverbrauch.
  • UserUI für Endbenutzer — Geben Sie Endbenutzern nur Zugriff auf das UserUI (Port 8081), nicht auf das AdminUI.
  • API-Tokens verwalten — Verwenden Sie API-Tokens mit minimalen Rechten für automatisierte Zugriffe. Rotieren Sie Tokens regelmäßig.
  • Zeitzonen korrekt setzen — Konfigurieren Sie die Zeitzone in config.yml, damit Zeitpläne und Logs konsistent sind.

Beispiele

1. Minimale Konfiguration (Einzelserver)
app:
  instancename: MeineFirma
  license: XXXX-XXXX-XXXX
  webserver:
    host: 0.0.0.0
    admin:
      port: 8080
    user:
      enabled: true
      port: 8081
2. Produktionsumgebung mit TLS
app:
  instancename: Produktion
  debug: false
  timezone: Europe/Berlin
  webserver:
    tls:
      enable: true
      certfile: /etc/ssl/certs/eloniq.crt
      keyfile: /etc/ssl/private/eloniq.key
    auth:
      enabled: true
      session_ttl: 8h
      enable_csrf: true
3. Debug-Modus für Fehlersuche
app:
  debug: debug  # Mögliche Werte: trace, debug, info, warn, error
  logpath: /var/log/eloniq/application.log

Im Debug-Modus werden detaillierte Informationen zu API-Aufrufen, Cache-Operationen und Modul-Aktionen protokolliert.

4. MariaDB als ConfigStore
app:
  configstore:
    type: mariadb
    host: db-server
    port: 3306
    database: eloniq
    username: eloniq_svc
    password: geheim